Behandlung von WSD

Aufgrund der komplizierten Beschaffenheit der weiblichen sexuellen Dysfunktion, kann mit erst mit einer Behandlung begonnen werden, nachdem die Ursache herausgefunden wurde. Hormonelle Veränderungen, gemeinsam mit psychologischen und sozialen Faktoren sind die häufigste Ursache der weiblichen sexuellen Dysfunktion. Diese Probleme können durch Hormonersatztherapie oder psychologische Beratung gelindert werden. Es gibt jedoch auch einige nichtmedizinische Mittel zur Behandlung der weiblichen sexuellen Dysfunktion, die helfen das Problem zu mildern.
Verschreibungspflichtige Behandlungsmittel
Intrinsa
Intrinsa ist derzeitig das wirkungsvollste und einzig zugelassene verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung der weiblichen sexuellen Dysfunktion. Intrinsa ist ein dünnes, durchsichtiges, oval förmiges Pflaster, das aus drei Lagen besteht: einer lichtdurchlässigen Trägerfolie, einer Klebstoffmatrix und einer Schutzfolie, die vor der Anwendung entfernt wird. Der Hauptwirkstoff in Intrinsa ist Testosteron. Das Pflaster gibt konstant eine kleine Menge Testosteron in den Blutkreislauf durch die Haut ab, um das Sexualverlangen der Frau zu steigern. Intrinsa ist in Packungen mit 8, 16 oder 24 Pflastern nur auf Rezept erhältlich.
Viagra
wird hauptsächlich zur Behandlung der erektilen Dysfunkton bei Männern verwendet, aber einige Ärzte glauben, dass es sich auch gut zur Behandlung der weiblichen sexuellen Dysfunktion eignet. Die Logik hinter dieser Vermutung kommt daher, dass Viagra den Blutfluss in den weiblichen Geschlechtsorganen steigert, was somit auch die Sensitivität der Vagina erhöht. Nachforschungen haben jedoch nicht bestätigt, dass Viagra die weibliche sexuelle Dysfunktion behandelt und sollte daher zu jetzigem Zeitpunkt noch nicht zu diesem Zweck eingenommen werden.Rezeptfreie Behandlungsmittel
Verhütungsmittel/ allgemeine Überprüfung der Medikationen Manchmal kann eine Anpassung oder ein Wechsel der Medikamente mit sexuell bedingten Nebenwirkungen bei einer weiblichen sexuellen Dysfunktion weiterhelfen. Wenn Sie Ihren Arzt aufsuchen oder eine Onlinekonsultation starten, erwähnen Sie alle Medikamente und Verhütungsmittel sowie ob und welche negativen Einfluss diese auf Ihren Körper haben.
Östrogentherapie
Diese Behandlungsmittel gegen weibliche sexuelle Dysfunktion wird mit den Symptomen der Menopause verbunden und kann Hitzewallungen mildern, die genitale Empfindlichkeit verbessern und Schmerzen und Brennen während dem Geschlechtsverkehr verringern. Östrogen in Form von Tabletten, Salbe, Pflaster oder Ring, der in die Vagina eingeführt wird, verabreicht werden.
Stimulierende Hilfsmittel
Stimulierende Hilfsmittel werden verwendet um den Blutfluss in die Klitoris zu verstärken, so dass eine höhere Sensitivität entsteht, indem ein Vakuum um die Vagina erzeugt wird. Diese Hilfsmittel können auch die Sekretbildung beeinflussen und verbessern die Fähigkeit einen Orgasmus zu bekommen. Es werden mehr Studien benötigt um die medizinische Notwendigkeit und dauerhafte Wirkung der klitoralen Stimulationsgeräte im Vergleich zu anderen etablierten Hilfsmitteln wie Gleitgel, manuelle Stimulation oder verschreibungspflichtigen Behandlungsmitteln zu ermitteln.
Andere Möglichkeiten
Psychologische Behandlung
Weibliche sexuelle Dysfunktion, die durch ungenügendes oder unwirksamen Vorspiels, Depressionen, mangelndem Selbstbewusstsein, Schamgefühl oder Schuldgefühle aufgrund von Sex, Stress und Müdigkeit hervorgerufen wurde, können alle durch psychologische Beratung behandelt werden.
Beckenbodentraining
Manche Ärzte empfehlen Beckenbodenübungen, was helfen kann die Muskeln um Ihre Vagina zu stärken, was zu gesteigerten Lustgefühlen führt.
Akupunktur
Bei Akupunktur werden extrem dünne Nadeln in Ihre Haut auf strategische Punkte Ihres Körpers gesetzt. Indem Nadeln in spezifische Punkte gesteckt werden, glauben Akupunktur Praktiker, dass Ihre Energie neu ausbalanciert wird.
Obwohl es nicht wissenschaftlich erwiesen ist, kann Akupunktur positive Auswirkungen auf Frauen mit sexuellen Schmerzstörungen haben und die Libido bei Frauen mit einem geringen Verlangen verbessern.
Yoga
Yoga beinhaltet das Ausführen einer Reihenfolge von Körperhaltungen und kontrollierte Atemübungen um einen flexibleren Körper und einen ruhigen Geist zu fördern. Bestimmte Untergruppen des Yoga zielen darauf ab, die sexuelle Energie des Körpers zu lenken und die sexuelle Funktion zu verbessern. Es existieren nur sehr wenig Angaben über die Vorteile von Yoga bezüglich der Wirkung auf weibliche sexuelle Dysfunktion. Jedoch ist das Praktizieren von Yoga mit einem verbesserten psychologischen Wohlbefinden und einer allgemein guten Gesundheit verbunden.



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