Verhütung FAQs

Die zehn häufigsten Fragen über die Antibabypille:
- Welche verschiedene Arten der hormonellen Empfängnisverhütung gibt es?
- In wie Fern unterscheiden sich Ring und Pflaster von der Antibabypille?
- Haben hormonelle Verhütungsmittel Nebenwirkungen?
- Begünstigen hormonelle Empfängnisverhütungsmittel Krebs?
- Was ist, wenn ich vergesse die Pille einzunehmen?
- Wie wähle ich die richtige hormonelle Empfängnisverhütung?
- Kann ich hormonelle Empfängnisverhütung dauerhaft nehmen?
- Wie sicher ist die hormonelle Empfängnisverhütung?
- Sind Kondome überflüssig?
- Wann sollte ich mit der hormonellen Empfängnisverhütung beginnen?
1. Welche verschiedene Arten der hormonellen Empfängnisverhütung gibt es?
Es gibt insgesamt sechs verschiedene Arten der hormonellen Empfängisverhütung:
Monophasische Pille: Diese Pille ist die häufigste Form der Antibabypille. Eine Pille wird täglich zur gleichen Zeit über einen Zeitraum von 21 Tagen (drei Wochen) eingenommen, gefolgt von einer siebentägigen Pause, in der keine Pille eingenommen wird. Jede Pille besteht aus der gleichen Menge an Hormonen. Beispiele sind Dianette und Yasmin.
Phasische Pille: Diese Pille besteht aus zwei (biphasisch) oder drei (triphasisch) Sektionen verschieden farbiger Pillen in einer Packung. Jede dieser Pille beinhaltet eine unterschiedliche Dosis an Hormonen und die Pille muss in genauster Reihenfolge über 21 Tage (drei Wochen) eingenommen werden, gefolgt von einer siebentägigen Pause.
Tägliche Pille: Diese Pille kommt in einer Packung mit 28 Pillen. Davon sind 21 aktiv und 7 inaktiv. Diese Pille wurde entwickelt, um die tägliche Routine der Verhütungsmitteleinnahme nicht zu unterbrechen. Sie können eine Pille täglich ohne Pause einnehmen. Jedoch sollten Sie unbedingt die Reihenfolge dieser Pille einhalten.
Mini-Pille: Eine Mini-Pille ist eine weniger starke Antibabypille, die aus lediglich einem Hormon besteht und weniger Nebenwirkungen mit sich bring. Aufgrund der niedrigeren Dosierung ist sie minimal weniger effektiv als eine gewöhnliche Antibabypille. Die Minipille wird über die vollen 28 Tage Ihres Zyklus eingenommen.
Verhütungspflaster: Im Gegensatz zu der oral verabreichten Antibabypille, kann eine hormonelle Empfängnisverhütung mittels eines Pflasters über die Haut herbeigeführt werden. Diese Pflaster müssen auf einer sauberen, trockenen und haarlosen Stelle des Körpers gesetzt werden und wöchentlich über einen Zeitraum von drei Wochen, gewechselt werden. Anschließend folgen sieben Tage Pause.
Verhütungsring: Der Verhütungsring ist eine neue Innovation der hormonellen Empfängnisverhütung und ist klein genug um in der Vagina für drei Wochen platziert zu werden. Nach diesen drei Wochen, sollten Sie sieben Tage warten, bevor Sie einen neuen Ring einführen.
2. Funktionieren der Ring und das Pflaster anders als die Antibabypille oder Mini-Pille?
Bis auf den Weg in Ihren Körper besteht keinerlei Unterschied. Das Verhütungspflaster und der Verhütungsring verhindern auf gleiche Art und Weise eine Schwangerschaft wie die Antibabypille und Mini-Pille. Das Pflaster und der Ring sind derzeitig auf dem deutschen Markt verfügbar und beinhalten beide künstliches Progestogen und Östrogen. Derzeitig gibt es keine Ringe oder Pflaster, die nur Progestogen beinhalten.
3. Haben hormonelle Empfängnisverhütungsmittel Nebenwirkungen?
Es kann zu Nebenwirkungen nach Einnahme der Antibabypille, Mini-Pille sowie den Gebrauch von Pflaster oder Ring kommen. Die Wahrscheinlichkeit hängt sehr stark davon ab, welches Verhütungsmittel Sie nutzen. Sie reagieren eventuell auf einzelne Marken mit Nebenwirkungen, während andere Frauen keine haben. Sie müssen vielleicht mehrere verschiedene hormonelle Verhütungsmittel testen, bevor Sie das für Sie passende finden.
Frauen reagieren besonders zu Beginn der Einnahme auf Nebenwirkungen. Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Spannungen der Brust, geringe Gewichtszunahme, Zwischenblutungen oder Stimmungsschwankungen sein.
4. Begünstigen hormonelle Empfängnisverhütungsmittel Krebs?
Trotz der Vielzahl an Pressemeldungen, gibt es kaum Beweis dafür, dass eine dauerhafte hormonelle Empfängnisverhütung in manchen Fällen zu Krebs führen kann. Diese Fälle sind extrem selten und können durch regelmäßige Abstrichuntersuchungen vorgebeugt werden. Es gibt einige Beweise, die den Verdacht nahe legen, dass hormonelle Empfängnisverhütungsmittel sogar helfen, einige Krebsarten zu unterbinden.
5. Was ist, wenn ich vergesse die Pille einzunehmen?
Sollten Sie vergessen Ihre Pille zu nehmen oder zu spät mit einer neuen Packung beginnen, wirkt Ihre Verhütung weniger sicher. Um wie viel die Effektivität tatsächlich sinkt, hängt davon ab, wie viele Pillen Sie vergessen haben. Wenn Sie nur eine vergessen haben, stellt dies kaum ein Problem dar.
Sollten Sie jedoch mehr als eine Pille vergessen haben, hat dies größere Auswirkungen, die auch hier sehr stark davon abhängt, welches Mittel Sie einnehmen. Einen neuen Pillenpack verspätet zu beginnen, ist ernst zu nehmen, da Sie eventuell über eine Woche keine Verhütung zu sich genommen haben. Ist dies der Fall sein, sollten Sie unbedingt vorsorglich ein Kondom zusätzlich benutzen.
Vergessen Sie Ihr Pflaster zu tauschen, sollten Sie umgehend ein neues anbringen und zusätzlich ein nicht hormonelles Verhütungsmittel, zum Beispiel ein Kondom, für mindestens die folgenden sieben Tage benutzen. Vergessen Sie Ihren Ring oder entfernen diesen länger wie drei Stunden aus Ihrer Vagina, sollten Sie direkt einen neuen Ring einsetzen. Zusätzlich sollten Sie für die nächsten sieben Tage ein nicht hormonelles Verhütungsmittel benutzen.
6. Wie wähle ich die richtige hormonelle Empfängnisverhütung?
Am besten suchen Sie Rat bei einem Experten bevor Sie mit der Einnahme von hormonellen Empfängnisverhütungsmittel zum ersten Mal beginnen oder zu einem neuen Verhütungsmittel wechseln. Dies senkt das Risiko der Nebenwirkungen und hilft Ihnen, die für Sie am geeignetsten Lösung zu finden.
Viele Gynäkologen verschreiben aus Gewohnheit stets die selbe Pille und bieten Ihnen eventuell nicht die volle Bandbreite an. Gerne können Sie auch eine Onlinekonsultation starten, um herauszufinden, welche Option am besten zu Ihnen passt. Um mehr Informationen von einem unserer Ärzte zu bekommen, können Sie über doctor@healthexpress.de kontaktieren.
7. Kann ich hormonelle Empfängnisverhütung dauerhaft nehmen?
Sie können die Antibabypille, Mini-Pille sowie das Verhütungspflaster oder den Ring über eine längere Zeit bedenkenlos benutzen. Dennoch sollten Sie die Verhütung alle sechs Monate mit einem Experten besprechen, da eventuelle Veränderungen Ihres Gesundheitszustands und Körper durch die Wahl Ihres Verhütungsmittels hervorgerufen werden können.
8. Wie sicher ist die hormonelle Empfängnisverhütung?
Die Pille verspricht eine nahezu 100%ige Sicherheit vor einer ungewollten Schwangerschaft, was sie zu einer der effektivsten Verhütungsmittel macht. Der Ring und das Pflaster bestehen beide ebenfalls aus Östrogen und Progestogen und wirken auf die Weise wie die Pille. Die Mini-Pille ist bietet geringfügig weniger Sicherheit, jedoch liegt die Wirkungskraft immer noch bei mehr als 99%.
9. Sind Kondome überflüssig?
Bedenken Sie bitte, dass die Pille nur vor einer Schwangerschaft schützt, jedoch nicht vor Geschlechtskrankheiten. Wenn Sie mit einem neuen Partner oder jemandem mit eines Infektion sexuell verkehren, sollten Sie auch weiterhin ein Kondom benutzen, um vor allem sich selbst gegen mögliche Krankheiten, wie beispielsweise AIDS, zu schützen.
10. Wann sollte ich mit der hormonellen Empfängnisverhütung beginnen?
Die beste Zeit mit der hormonellen Empfängnisverhütung zu beginnen ist vor Ihrer Periode. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt beginnen die Pille, das Pflaster, den Ring oder die Mini-Pille benutzen, werden Sie sofort von der Wirkung profitieren. Sollten Sie später mit der Einnahme beginnen, kann es bis zu sieben Tage dauern bevor das vollständige Wirkungsspektrum erreicht ist. Der Verhütungsring braucht in jedem Fall sieben Tage, unabhängig davon ob Sie diesen zu Beginn Ihrer Periode eingeführt haben.



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