
Dank der Erderwärmung werden die Lebensbedingungen für Mücken auch in Deutschland immer besser. Dadurch fühlen sich auch die sonst fremden Stechmücken aus tropischen Gefilden auch bei uns langsam aber sicher beheimatet. Besonders in den letzten Wochen wurde von immer gefährlich werdenden Mücken berichtet. Reaktionen auf die Mückenstiche nehmen zu. Und Experten bestätigen auch, dass es sehr wohl neue, eingewanderte Arten von Stechmücken gibt. Jedoch sind diese Stechmücken allesamt nicht als Überträger der gefährlichen Malariaerkrankung oder des Malariaparasiten bekannt. Besteht dennoch prinzipiell die Gefahr, dass Malaria nun auch zu uns nach Deutschland kommen könnte?
Gerade jetzt zur Sommerzeit sind die kleinen Blutsauger verstärkt unterwegs, stets auf der Suche nach Nahrung - unserem Blut. Insbesondere Personen, die nahe am Wasser wohnen, müssen sich wohl über lang oder kurz von den kleinen Biestern fressen lassen. So nimmt man zumindest an. Immer mehr Menschen beklagen sich außerdem darüber, dass die Stechmücken mit jedem Jahr lästiger werden und immer heftigere Reaktionen auslösen - manchmal sogar Krankheiten hervorrufen. Daher rührt auch die Angst vor möglichen Malariaerkrankungen.
Die statistischen Erhebungen über Mücken sind weitestgehend veraltet und stammen aus den 40er bis 60er Jahren. Experten gehen jedoch davon aus, dass mittlerweile ungefähr 48 verschiedene Arten von Stechmücken in Deutschland herumschwirren. Neu zugewandert ist beispielsweise die asiatische Buschmoskito. Diese Fliege ist bekannt dafür virale Infektionen zu übertragen. Die Angst, dass also Malaria bald auch schon wieder in Deutschland auftreten könnte, ist demnach nicht ganz unbegründet. Darüber hinaus können ganz bestimmte Mückenarten den einzelligen Parasiten übertragen und so verbreiten. Diese Mückenart tritt in den letzten Jahren verstärkt auch in unseren Breitengraden auf. Jedoch sollten die Malaria-Fälle auch in Zukunft Einzelfälle bleiben. Denn die Parasiten benötigen, um sich überhaupt entwickeln zu können, ganz gewisse tropische Temperaturen. Diese gibt es (momentan) bei uns nicht. Da es für die Entwicklung des Malariaparasiten dann in Deutschland doch noch ein wenig zu kalt ist, sind Ängste vor einer Malariaerkrankung noch unbegründet.
Quelle: Informationen aus einem Interview von www.dradio.de
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